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Nöthen


NÖTHEN, ehemalige Gemeinde Nöthen
355 m über NN
735 Einwohner (Stand: 01.01.2008)
Pfarrkirche St. Willibrord (Festtag: 7. November)

Nöthen hat seinen Namen nach dem Bachlauf notinna, der 846 erstmals urkundlich erwähnt wird. Der Ort selbst wird im Güterverzeichnis der Abtei Prüm aus dem Jahr 893 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Die Abtei besaß hier einen Fronhofsverband. Später wurden die Prümer Rechte an das Stift St. Chrysanthus und Daria in Münstereifel abgetreten.
1115 wird dem Stift der Besitz der Filialkirche St. Willibrord und der Kirchensteuer (Zehnt) bestätigt.
Nachdem Nöthen in den Besitz der Herzöge von Jülich übergegangen war, bildete es mit Gilsdorf einen Honschaft genannten Fiskalbezirk im jülichschen Amt Münstereifel. Das Gericht zu Nöthen wurde im Zuge der Gerichtsreform in den Herzogtümern Jülich und Berg 1554/55 an das Gericht zu Münstereifel verwiesen. Die Schöffen in Nöthen übten bis zum Ende des Herzogtums Jülich lediglich Notariats- und Katasteraufgaben aus.

Durch die von den Franzosen durchgeführte Departementseinteilung wurde Nöthen mit Gilsdorf von Münstereifel abgetrennt.
Von 1816 bis 1969 bildete Nöthen mit Gilsdorf eine selbständige Gemeinde im Kreis Schleiden, Regierungsbezirk Aachen.
Seit 1969 ist Nöthen ein Stadtteil von Bad Münstereifel.
Von 1823 bis 1907 war Nöthen Sitz der Bürgermeisterei, das heißt Verwaltungsort für die selbständigen Gemeinden Nöthen (mit Gilsdorf), Pesch und Hohn (mit Bergrath und Kolvenbach).
Die Kirche St. Willibrord wurde 1912/13 im Stil der Neuromantik neu errichtet. Die alte Kirche war 1911 abgebrochen worden, wobei die zutage geförderten spätgotischen Wandmalereien vor dem Abbruch dokumentiert wurden.
Vor 1802 war die Kirche dem Stift St. Chrysanthus und Daria in Münstereifel inkorporiert. Das Recht, den Pfarrer vorzuschlagen, lag beim Dechanten des Münstereifeler Stiftes.
Während die Kirche ursprünglich nur den Status einer Vikarie hatte, darf sie ab ca. 1600 als Pfarrkirche angesehen werden.



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